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Das ist keine Raketenphysik #6 – @luebues Kolumne

Social Media Policy: “Use Your Brain” +++ Die Social-Media-Kolumne mit @luebue, Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach, Digitale Strategie, achtung! +++

raketeWährend der eine oder die andere immer mal wieder anmerken mag, dass so genannte “Social Media Policys” ja eigentlich Quatsch seien. Dass sie sogar überflüssig oder sonstwie gähnend langweilig seien. Oder selbsterklärend, weil mit ein bisschen Herzensbildung und Verstand ja eh alles klar sei. Oder so. Während es also Leute gibt, die solche Regeln nicht mögen, bin ich ein großer Fan. Denn zum einen ist nichts so selbstverständlich, dass es nicht noch einmal erwähnt werden könnte. Und zum anderen haben redundante Iterationen ihre ganz eigene kommunikative Relevanz. Sag ich mal so.

Unter zwei Bedingungen mag ich so Regelchendingens:

  • Sie sind so kurz, dass eine Mitarbeiterin sie lesen mag, ohne sie gleich wieder wegzulegen.
  • Sie sind Leitplanken, in denen sich Mitarbeiter frei bewegen können, legen also die (positiven) Rahmenbedingungen fest.

Und genau daraus ergeben sich die beiden wichtigsten Funktionen: Erlaubnis und Ermutigung einerseits, Sicherheit andererseits. Denn verhindern, dass meine Mitarbeiter online sind und sich bei Facebook, Twitter oder sonstwo rumtreiben, kann ich eh nicht. Nicht mal die technischen Hürden, die manche einziehen, bringen es, denn in Zeiten von Internet auf dem Handy (um mal nicht iPhone zu sagen), ist es ja irgendwie witzlos.

Darum heute mal pro domo und ganz unspaßig, unkolumnig: Wir hier bei achtung! haben jetzt ein paar Monate mit unserer eigenen “Policy” experimentiert, denn man kann ja nicht immer nur bei den Kunden solche Dingens einführen, aber selbst keine haben. Und weil wir eine Agentur sind, lässt sich nicht alles, was in unserem Kompass steht, auf andere Unternehmen übertragen. Aber hier stelle ich unsere Idee einer Leitplankendings mal zur Diskussion. Sozusagen als Operation am offenen Herzen, denn obwohl der Kompass fortgeschrieben wird, gilt er ja doch.

Ein Wort zum Wort Kompass. Das haben wir länger überlegt. Klar. Denn “Policy” oder “Guideline” oder so geht gar nicht. “Regeln” auch nicht. Klingt alles so nach Verbot oder geschmäcklerisch. Und dann fiel uns eben das Wort “Kompass” ein, weil dies Papier genau das sein soll: Ein Hilfsmittel, um in der (nicht mehr so neuen) Arena zu navigieren. Als Einzelne und als Unternehmen.

Unser Kompass steht unter einer creative commons Lizenz zur Verfügung, kann also runtergeladen und verwendet und verändert werden, so lange wir als Urheber genannt sind, niemand damit Geld verdient und jede eigene Veröffentlichung (auch von Teilen dieses Kompasses) wieder unter der gleichen Lizenz steht….

17.5.2010

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