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12.11.2009 – “Schnell entscheiden heißt für mich als Schiedsrichter: Nie übereilt entscheiden!”

Dr. Markus Merk ist DIE deutsche Schiedsrichterlegende – und inzwischen ein gefragter Management-Trainer +++ Im Gespräch mit Mirko Kaminski spricht er über die richtige Entscheidung und deren Durchsetzung +++

Teil 1: Wie kann ich unter großem Druck die richtige Entscheidung treffen?

  • “Zunächst einmal: Eine schnelle – oder auch eine langsame – Entscheidung muss nicht unbedingt immer richtig sein.”
  • “Wo wir Menschen entscheiden, da gilt gottlob noch das Prinzip: Fehlentscheidungen sind inklusive.”
  • “Schnell entscheiden heißt auch für mich als Schiedsrichter: Nie im Leben übereilt entscheiden.”
  • “Schnell entscheiden hat eine große Überzeugungskraft”
  • “Ich brauche Bauchgefühl und Erfahrung”
  • “Es ist ganz wichtig, dass man sowohl negative als auch positive Faktoren analysiert und aus ihnen lernt”
  • “Ein Schiedsrichter hat nicht immer alles “gesehen”, er wird meistens verschiedene Eindrücke subsumieren und bewerten”
  • “Eine schnelle Entscheidung ist zu 95 Prozent richtig – da muss man sich fragen: Schafft man das mit einer langsamen Entscheidung auch?”

Teil 2: Wie setze ich die Entscheidung durch?

  • “Wichtig ist, dass ich als souveräner, als sicherer Entscheider empfunden und akzeptiert werde.”
  • “Dazu gehören Begeisterung, Mut und eine enorme Willenskraft.”
  • “Die wenigsten Entscheidungen in unserem Leben sind schwarz oder weiß, die meisten sind subjektiv und können zu Diskussionen führen.”
  • “Wichtig ist, dass ich das, was ich im Leben tue, nicht als Beruf sehe, sondern als Berufung – dass der Mensch im Mittelpunkt stehen muss.”
  • “Auch die beste Entscheidung, das beste Produkt muss dem Gegenüber kommuniziert werden.”
  • “Spaß ist Ausdruck von Souveränität.”
  • “In vielen Unternehmen wird delegiert, um Verantwortung aufzuteilen. Erfolgreiche Unternehmen schaffen es dagegen, die Entscheidungswege zu verkürzen.”
  • “Mein Leben war davon geprägt, dass ich mir eine langfristige Akzeptanz erarbeite. Das schafft man mit einer großen Berechenbarkeit und Konsequenz.”
  • “Fehler sollten immer schmerzhafte Prozesse sein, sie sind die Chance, uns etwas weiterzubringen.”
  • “Ich bin immer der gewesen, der sich über seine Fehler am meisten geärgert hat – nicht der Fan oder der Trainer.”
  • “Man muss immer bereit sein, sich die gesamte Kompetenz zu erarbeiten.”

Das ist Dr. Markus Merk – und das schreibt die “Welt” über seinen Abschied vom Profisport.

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